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Mehr Konstanz ist gefragt -
BW Hohenschönhausen will diesmal ernst machen...
Am Ende der abgelaufenen Saison sprang nur ein 7. Tabellenplatz für Blau-Weiss Hohenschönhausen heraus. Unbeständigkeit war Trumpf. Dazu kam noch die Heimschwäche in der sehr ausgeglichen besetzten 3. Abteilung.
Dabei verlief der Start eher wunschgemäß. Am 6. Spieltag lagen die Blau-Weissen nur einen Zähler hinter dem führenden NSC Marathon 02. AIs schließlich am 12. Spieltag beim späteren Aufsteiger SD Croatia (bester Zweiter der drei Abteilungen) mit 2:1 gewonnen wurde, schwelgten die Blau-Weissen wieder in Aufstiegs- Hoffnungen. Doch danach leistete sich das Team von Trainer Frank Pruschinski unnötige Punktverluste, besonders in heimischer Umgebung. So wurde gegen SF Neukölln Rudow mit 2:3 und später gegen RW Hellersdorf mit 3:5 verloren. Auch gegen KSF Umutspor sprang nach einer 3:0 Führung lediglich ein 3:3 heraus. Vor allem die Rückrunde fiel eher hausbacken aus, was die Punktausbeute betrifft. Zudem wirkten sich einige Verletzungen negativ aus. So fielen mit Tilo Barenthin (Schien und Wadenbeinbruch) und Robert Lohdau zwei Hoffnungsträger etliche Wochen aus. Martin Barenthin, einer aus der Kreativabteilung, suchte lange Zeit seine Form.
Alles in allem lief der spielerische Motor auch im dritten Jahr in Folge eher stotternd. "Wir verkauften uns nicht als Team, wirkten über weite Strecken instabil und vielfach verunsichert", sieht es der Trainer.
Sebastian Dahlke kehrte zurück
In diesen Tagen begannen nun bei den Hohenschönhausern die Vorbereitungen auf die neue Saison. Steffen Moritz wechselte in die Senioren, "ist aber sicher bereit zu helfen", so Trainer Pruschinski. Sebastian Dahlke kehrte nach einem Jahr wieder zurück und wird für Impulse im Offensivbereich sorgen. Ebenfalls neu im Aufgebot ist Benny Reinhold (von Lichtenberg 47 II). "Einige veranlagte Kicker kommen auch aus den eigenen 2. Herren dazu", betont der 1. Vorsitzende Martin Kreher, der diese Truppe coachte. Konkret sind es die Spieler Thomas Gramsdorf und Mario Giese. Aus der A-Jugend rückt Sven Damaschke hoch. Weitere Kicker aus diesem Jahrgang stehen noch unter Beobachtung. Für das Tor steht wieder Rico Böttcher zur Verfügung. In der Abwehr sind Daniel Floss und Christian Horn gefragt. Im Mittelfeld sollen die spielerischen Akzente von Steve Fischer und Martin Barenthin gesetzt werden. die entsprechende Verstärkung erhofft man sich aber vor allem von Sebastian Dahlke, der vor seinem Weggang vor einem Jahr besonders im Spiel nach vorn für Aufschwung sorgte. Übrigens kommen fast alle Spieler der 1. Mannschaft aus dem eigenen Nachwuchs. Hier wird seit vielen Jahren hervorragend und kontinuierlich gearbeitet. "Derzeit zieht die Truppe toll mit. Gerade das war zuletzt nicht immer der Fall", freut sich Trainer Pruschinski über den gelungenen Trainingsauftakt. Nun wird bei den Blau-Weissen am Feinschliff gebastelt. Auf dem Vorbereitungsprogramm stehen Vergleiche mit TSV Oranke, Eintracht Mahlsdorf II, SD Croatia und Berolina Stralau.
Tilo Barenthin als Co-Trainer
Mittelfeldspieler Tilo Barenthin steht Frank Pruschinski künftig als Co-Trainer zur Seite. Er kennt sich in der Mannschaft bestens aus. "Der Trainer muss bei seinen Bemühungen in jeder Beziehung noch mehr Unterstützung erfahren. Die Talente aus der eigenen A- Jugend werden in Zukunft schneller zur l. Mannschaft herangeführt", sieht der Vorsitzende Martin Kreher noch weiteren Handlungsbedarf. Vor allem soll in der Mannschaft wieder die Siegermentalität geweckt werden. Übrigens gibt es bei BW Hohenschönhausen unter den Fußballern sieben Brüderpaare. In der Ersten sind es Martin und Tilo Barenthin, Christian und Steffen Moritz sowie Dennis und Marcel Baumann. Gerade bei den "Baumanns" hofft der Trainer noch auf spielerische Reserven. Dreimal versuchten es die Blau Weissen in den letzten drei Spielzeiten, an die Aufstiegstickets zu kommen, aber jedes Mal verpuffte dies kläglich. Die Konzentration ließ jeweils im zweiten Durchgang der Meisterschaftsstrecke deutlich nach. Zumindestens trauen wir dem Team vom "Breiten Luch" im Vervolgerfeld etwas bewegen zu können. Ob der ganz große Schritt, sprich der Aufstieg zur Landesliga, gelingt, muss abgewartet werden und hängt nicht zuletzt von der Leistungsstärke der Konkurrenz ab.
Klaus-Jürgen Hoffmann |