BW Hohenschönhausen - TSV Helgoland II 2:0 (0:0)
     
  Heimmannschaft Gastmannschaft
Aufstellung: Marquardt, Baumann, Moschek, Floss, A. Ziemann, Nebel - P.Ziemann, Hundt, Guhr - Seier, Scholz
Trainer: Bernd Tiffert
Torschützen: 1:0 Scholz (Guhr) 2:0 Scholz (Guhr)
Einwechslungen:
Gelbe Karten: A. Ziemann
Gelb-Rote Karten:
Rote Karten: 1x
     
Schiedsrichter sehr gut
Zuschauer:
     
Spielbericht: Der Käfig Am Breiten Luch bleibt weiter eine Festung. Auch der Tabellenführer stand nach dem Schlusspfiff mit leeren Händen da. Und das mal vorne weg: zu Recht! BWH zeigte, was mit taktischer Disziplin alles machbar ist. So stand die Abwehr über die gesamte Spielzeit absolut sicher, ohne längere Wackelphase. Im Mittelfeld wurde immer wieder geschickt verschoben und übergeben ohne dem Gegenspieler wie ein Leibwächter hinterherzulaufen. So sparte man viel Kraft. Vorn beschäftigte Seier in bekannter Manier die Abwehr und Scholz war es an diesem Tag, der die Chancen nutzte. Ach ja, ganz hinten drin stand diesmal Marquardt,der die beiden Großchancen - zum einen den Elfmeter (und das mit geschlossenen Augen, wie die FuWo beweist) und auch einen Schuss, den wohl jeder Zuschauer schon im Winkel gesehen hatte - glänzend parierte. "Wenn der Junge im Kopp jetzt auch noch klarkommt, dann ist er eine absolute Verstärkung für die erste Mannschaft", munkelte man hinter vorgehaltener Hand am Spielfeldrand. Zum Spiel: Helgoland, gespickt mit feinen Fussballern, die auf ihre teilweisen alten Tage noch etwas Geld abfassen, war über 90 Minuten bemüht, den Ball flach zu halten und aus dem Mittelfeld die Spitzen anzuspielen. Dies gelang aber aufgrund von Fehlpässen oder weil unsere Abwehr den Braten ein ums andere Mal roch, äußerst selten. BWH stand geschlossen und setzte Konter, wobei schon in der ersten Hälfte beste Chancen ausgelassen wurden. BWH war gefährlicher, Helgoland hatte mehr Ballbesitz. So ging es torlos zum Pausentee. Die Gäste schwächten sich zudem von Beginn an selbst, da sie sich bei jedem Zweikampf vom - auch objektiv betrachtet - guten Schiedsrichter benachteiligt sahen. Das steigerte sich natürlich mit dem Rückstand in Hälfte zwei. Jedenfalls ließen die Helgoländer jeglichen Anstand vermissen. Was Nummer 17, 7, 16, 42 und und und in Richtung Schiedsrichter von sich gaben war nicht mehr feierlich. Hätte der Mann mit der Pfeife sämtliche Beleidigungen regelgerecht geahndet, wäre das Spiel wohl 11 gegen 2 ausgegangen. So wurde "nur" Nummer 7 durch ein "Hurensohn" des Feldes verwiesen. Die anschließenden Androhungen von Gewalt können hier nicht aufgezählt werden, da sie zur Überraschung aller in einer nicht verständlichen Sprache ausgesprochen wurden und da ich nur 10.000 Zeichen Platz für diesen Bericht habe. Es ist traurig und zum Kotzen zugleich, dass soetwas jedes Wochenende mittlerweile völlig normal ist und dem BFV anscheinend kein Mittel dagegen einfällt. Vielleicht sollte man einfach mal in Monaten und nicht in Wochen sperren. Nun gut, ist nicht unsere Baustelle. Am Ende war es ein schöner Abschluss der Hinrunde, die viel Licht und Schatten bot. Jetzt heißt es Wunden lecken, gut rüberrutschen und mit neuer Kraft die Rückrunde angehen. Allen Fans ein Dankeschön für die Unterstützung - vor allem unseren "Shore-Boys", die einiges ertragen mussten - und auf ein Neues im neuen Jahr. Fröhliche Feiertage und Sport frei!
     
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